Seit 1991 fördert die Europäische Union (EU) mit LEADER Projekte, Investitionen und Aktionen, die zu einer nachhaltigen Stärkung ländlicher Räume beitragen. Voraussetzung ist, dass diese Projekte in einer anerkannten LEADER -Region umgesetzt werden.

<!–Seit 1991 fördert die Europäische Union (EU) mit LEADER Projekte, Investitionen und Aktionen, die zu einer nachhaltigen Stärkung ländlicher Räume beitragen. Voraussetzung ist, dass diese Projekte in einer anerkannten LEADER -Region umgesetzt werden. –>Die Abkürzung LEADER steht dabei für die aus dem Französischen übersetzte Bedeutung “Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft”. Für den Zeitraum 2007 bis 2013 wurden in Deutschland 242 LEADER -Regionen bestätigt, 23 davon in Sachsen-Anhalt.

LEADER für Einsteiger

In diesem kurzen Film wird einfach und verständlich erklärt, was LEADER ist und wie die Regionalentwicklungsmethode in ihren Grundzügen funktioniert.

Gute Ideen entstehen vor Ort

LEADER folgt dem Bottom-up-Ansatz. Das bedeutet, dass die Menschen vor Ort die regionale Entwicklungsstrategie mitgestalten, Projekte zur Erhaltung der Lebensqualität anstoßen und umsetzen. Die europäischen Fördergelder sollen dazu beitragen, Neues und Innovatives in den ländlichen Regionen zu ermöglichen, das Miteinander zu stärken und dadurch die Zukunftsfähigkeit der Dörfer zu sichern.


Bildquelle: Deutsche Vernetzungsstelle Ländlicher Raum (DVS)

Die Merkmale von LEADER

2014 – 2020: LEADER/CLLD

Als einziges Bundesland wird Sachsen-Anhalt einen fondsübergreifenden LEADER-Ansatz für die Förderperiode 2014 bis 2020 ermöglichen. Das heißt, dass LEADER-Projekte sowohl aus dem Europäischen Fonds zur Entwicklung ländlicher Räume (ELER), dem Europäischen Sozialfonds (ESF) oder dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert werden können. Den Lokalen Aktionsgruppen stehen dazu entsprechende Budgets zur Verfügung. Die LAG entscheidet im Rahmen ihrer Lokalen Entwicklungsstrategie (LES), welche Fonds sie zur Umsetzung ihrer Schwerpunktthemen in Anspruch nehmen will.

Das Budget für die kommenden sieben Jahre beträgt aus dem ELER-Fonds 73 Mio. Euro, aus dem ESF-Fonds sechs Mio. und dem EFRE 14 Mio. Euro. Nicht einberechnet sind Mittel für das LEADER-Management sowie Kooperationsprojekte aus dem ELER.

Welche Fördergegenstände für alle drei Fonds in Sachsen-Anhalt derzeit vorgesehen sind, kann in den jeweiligen Operationellen Programmen nachgelesen werden. Diese wurde im Dezember 2014 durch die Europäischen Kommission genehmigt. Der LEADER/CLLD-Ansatz findet sich dabei im ESF und EFRE unter dem Begriff CLLD als englisches Akronym für “von der örtlichen Bevölkerung betriebene Maßnahmen zur lokalen Entwicklung”. Der LEADER/CLLD-Prozess wird durch die EU-Verwaltungsbehörde ELER im MF, als federführender Partner, koordiniert.

LEADER-Netzwerk Sachsen-Anhalt

Seit dem Jahr 2003 arbeiten LEADER-Akteure aus den Lokalen Aktionsgruppen in einem Netzwerk des Landes Sachsen-Anhalt zusammen. Die Koordination liegt in den Händen der EU-Verwaltungsbehörden im Ministerium der Finanzen (MF). In der Förderphase 2007 bis 2013 wurden die Netzwerk-Strukturen ausgebaut und auf die dann 23 LAG, die das Land Sachsen-Anhalt nahezu flächendeckend überspannten, ausgedehnt. In der Förderperiode 2014-2020 wird diese erfolgreich organisierte Struktur des LEADER-Netzwerkes Sachsen-Anhalt – unter Berücksichtigung der durch den fondsübergreifenden CLLD-Ansatz notwendigen Erweiterungen und Modifizierungen – im Wesentlichen beibehalten. Die aktuelle Website des Netzwerkes finden Sie unter www.leader.sachsen-anhalt.de.

Aktuelle Projekte der LAG Bördeland

Menü